Ein gefährliches nächtliches Straßenrennen auf einer Autobahn in Österreich hat die Polizei auf den Plan gerufen. Bei einer Verkehrskontrolle auf der A23 in Wien stellten Einsatzkräfte fest, dass zwei Pkw mit deutlich überhöhter Geschwindigkeit ein Rennen fuhren.
Beamte der Landesverkehrsabteilung Wien bemerkten am 1. Februar 2026 gegen 00.15 Uhr im 22. Wiener Gemeindebezirk zwei Fahrzeuge, die gemeinsam und äußerst aggressiv unterwegs waren. Die Polizei nahm die Verfolgung auf und folgte den Fahrzeugen über die A22 in Fahrtrichtung Stockerau.
183 km/h bei erlaubten 80 km/h
Im Bereich einer Section Control (Durchschnittsgeschwindigkeitsmessung) wurden beide Fahrzeuge mit einer Geschwindigkeit von 183 km/h gemessen – erlaubt waren lediglich 80 km/h. Die massive Geschwindigkeitsüberschreitung stellte eine erhebliche Gefahr für die Lenker selbst sowie für andere Verkehrsteilnehmer dar.
19-jähriger Lenker angehalten
Im Raum Korneuburg gelang es den Einsatzkräften, einen der Lenker anzuhalten. Es handelte sich um einen 19-jährigen österreichischen Staatsbürger, dem der Führerschein vorläufig abgenommen wurde. Eine Beschlagnahme des Fahrzeugs erfolgte jedoch nicht, da der junge Mann nicht der Zulassungsbesitzer des Pkw war.
Klare Regeln bei extremen Geschwindigkeitsübertretungen
Nach den geltenden Bestimmungen wird ein Fahrzeug vorübergehend beschlagnahmt, wenn ein Lenker innerorts mit 80 km/h oder außerorts mit 90 km/h erwischt wird.
Bei besonders gravierenden Geschwindigkeitsüberschreitungen – etwa 120 km/h im Ortsgebiet oder 220 km/h außerhalb des Ortsgebiets – kann das Fahrzeug endgültig beschlagnahmt und anschließend versteigert werden. Die Einnahmen aus einer solchen Versteigerung werden zwischen lokalen und zentralen Behörden aufgeteilt.
Zweiter Lenker flüchtig
Der zweite an dem Straßenrennen beteiligte Lenker konnte nicht angehalten werden. Gegen ihn wurde Anzeige erstattet. Die Ermittlungen zu seiner Identität dauern an.
Die Polizei betonte erneut, dass illegale Straßenrennen insbesondere in den Nachtstunden ein hohes Unfallrisiko darstellen. Die Kontrollen auf Autobahnen und Schnellstraßen sollen daher weiter intensiviert werden.

