Im bayerischen Landkreis Amberg-Sulzbach haben Zollbeamte eine illegale Ein-Mann-Zigarettenfabrik aufgedeckt. Gegen einen 40-jährigen deutschen Staatsbürger wird nun wegen Steuerhinterziehung ermittelt.
Nach Angaben der Behörden nutzte der Mann eine selbst gebaute, vollautomatische Maschine, mit der er bis zu 500 Zigaretten pro Stunde herstellen konnte. Dafür kaufte er teilweise unversteuerten Rohtabak, mahlte diesen in seinem Haus und trocknete den Tabak anschließend im Küchenofen.
Zoll-Sprecher Christian Schüttenkopf erklärte, dass der Beschuldigte die Zigarettenstopfmaschine selbst konstruiert habe. Die hergestellten Zigaretten wurden in verschiedenen Geschmacksrichtungen angeboten, darunter Vanille, Amaretto und Erdbeere. Die Produkte sollen unter einer selbst erfundenen Marke verpackt und vermutlich an Bekannte verkauft worden sein – ohne Entrichtung von Steuern.
Im Zuge der Ermittlungen beschlagnahmte der Zoll die Zigarettenmaschine, mehrere Mühlen, mehrere Kilogramm losen Tabak sowie 1.200 bereits hergestellte Zigaretten ohne Steuerbanderole. Der entstandene Steuerschaden allein durch diese Zigaretten beläuft sich nach Angaben der Behörden auf rund 250 Euro. Die genaue Anzahl der zuvor verkauften Zigaretten ist derzeit noch Gegenstand der Ermittlungen.
Die illegale Werkstatt wurde zufällig entdeckt, als die Verkehrspolizei Amberg im Rahmen einer anderen Ermittlung eine Wohnungsdurchsuchung durchführte und dabei auf die Produktionsstätte stieß. Anschließend wurde der Zoll informiert. Aus ermittlungstaktischen Gründen konnte der Fall erst jetzt öffentlich gemacht werden.
Quelle: Auswärtiges Amt (Almanya Dışişleri Bakanlığı)
