Im Jahr 2025 wurden in Österreich durch das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) rund 14.000 Abschiebungen durchgeführt. Die Bundesregierung betont, dass eine harte und zugleich gerechte Asylpolitik konsequent fortgesetzt werde.
Innenminister Gerhard Karner erklärte dazu:
„Ein Asylsystem kann nur dann funktionieren, wenn es streng, hart und damit auch gerecht ist. Das heißt ganz konkret: Null Toleranz bei Missbrauch, konsequente Abschiebung von Straftätern und Schutz vor einer Überlastung des Systems.“
Karner ergänzte:
„Im vergangenen Jahr mussten täglich rund 40 Personen Österreich verlassen – so viele wie noch nie zuvor.“
Der Generaldirektor des BFA, Franz Ruf, erklärte:
„Die Zahlen zeigen sehr deutlich, dass wir unsere Ressourcen flexibel und zielgerichtet einsetzen. Dadurch erhöhen wir die Sicherheit in unserem Land und stärken den international abgestimmten Grenzschutz.“
Österreich bei Asylanträgen europaweit nur noch auf Platz zwölf
Gemessen an der Bevölkerungszahl liegt Österreich bei den Asylanträgen europaweit nur noch auf Rang zwölf.
Im Jahr 2025 wurden 16.284 Asylanträge gestellt. Das ist der niedrigste Wert seit 2020 und bedeutet einen Rückgang um 36 Prozent im Vergleich zu 2024 (25.360 Anträge).
Deutlicher Rückgang bei Erstanträgen
Besonders stark zurückgegangen ist die Zahl der originären Asylanträge.
2025 wurden 6.849 sogenannte Erstanträge registriert. Damit stammen nur noch vier von zehn Anträgen von Personen, die erstmals einen Asylantrag in Österreich gestellt haben.
Die übrigen Anträge betreffen:
- Neugeborene Kinder
- Folgeanträge, etwa von afghanischen Frauen, die bereits subsidiären Schutz in Österreich hatten und aufgrund eines Urteils des Europäischen Gerichtshofs (EuGH) nunmehr Asyl erhalten haben.
Im Vergleich zu 2023 entspricht dies einem Rückgang von 84 Prozent.
Maßnahmen zeigen Wirkung: Familiennachzug massiv reduziert
Ein wesentlicher Faktor für den Rückgang der Asylanträge ist der Stopp des Familiennachzugs.
Während im Zeitraum Oktober bis Dezember 2023 noch über 3.400 Personen über den Familiennachzug nach Österreich einreisten, waren es im gleichen Zeitraum 2025 nur noch 25 Personen.
Höchststand bei Außerlandesbringungen
Im Jahr 2025 mussten insgesamt 14.156 Menschen Österreich verlassen. Das entspricht rund 40 Personen pro Tag.
Etwa 4.000 der Abgeschobenen hatten zuvor einen Asylantrag in Österreich gestellt.
Vergleicht man die 6.850 Erstasylanträge mit den 4.000 abgeschobenen Asylwerbern, ergibt sich für das vergangene Jahr eine Nettozuwanderung von 2.850 Personen.
Innenminister Karner betonte:
„Auch wenn dies die höchste Zahl an Rückführungen ist, die es je in einem Jahr gegeben hat, sind wir noch nicht zufrieden. Wir müssen diesen Weg konsequent weitergehen.“
Der Direktor des BFA, Gernot Maier, ergänzte:
„Diese Entwicklung kommt nicht von selbst. Österreich verzeichnet einen deutlich stärkeren Rückgang als andere europäische Staaten. Das sind die Früchte unserer intensiven Bemühungen auf allen Ebenen.“
Fast die Hälfte der Abschiebungen erfolgte zwangsweise
- 6.801 Personen (48 Prozent) wurden zwangsweise außer Landes gebracht
- Nahezu jede zweite abgeschobene Person war ein rechtskräftig verurteilter Straftäter
- 7.355 Personen (52 Prozent) verließen Österreich freiwillig und eigenständig

