Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker erklärt 2026 zum „Jahr des Aufschwungs“
Österreichs Bundeskanzler Christian Stocker hat das Jahr 2026 offiziell zum „Jahr des Aufschwungs“ erklärt. Ziel sei es, den hohen Lebensstandard zu sichern und den kommenden Generationen eine stabile und erfolgreiche Zukunft zu ermöglichen. Dafür brauche Österreich eine starke Wirtschaft und eine leistungsfähige Industrie, betonte Stocker.
Bei der ersten Regierungsklausur des Jahres wurden drei zentrale Ziele festgelegt, um das Land wieder auf Wachstumskurs zu bringen: die Inflation abfedern, die Wirtschaft ankurbeln und Straftäter konsequent abschieben. Diese Maßnahmen werden von Wirtschaftsminister Martin Hattmannsdorfer gemeinsam mit der gesamten Bundesregierung im Rahmen der sogenannten 2-1-0-Formel umgesetzt.
Ein zentraler Punkt des Programms ist die Entlastung der Industrie durch günstige Energiepreise. Für energieintensive Betriebe wird die Industrie-Stromabsicherung bis 2029 verlängert. Zusätzlich wird ab 2027 ein Industriestrompreis von 5 Cent pro Kilowattstunde eingeführt. Dadurch soll die heimische Industrie jährlich um rund 250 Millionen Euro entlastet werden.
Darüber hinaus setzt die Regierung auf die gezielte Förderung von Zukunftstechnologien. Für sogenannte Schlüsseltechnologien wie Künstliche Intelligenz, moderne Produktionstechnologien, Life Sciences und Biotechnologie sowie Energie- und Umwelttechnologien werden 2,6 Milliarden Euro an Fördermitteln bereitgestellt. Gleichzeitig sollen Genehmigungsverfahren in diesen Bereichen vereinfacht werden, um Investitionen schneller zu ermöglichen.
Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Abbau von Bürokratie. Unternehmen sollen von zahlreichen Berichts- und Meldepflichten entlastet werden. Die genauen Maßnahmen werden in den kommenden Monaten vorgestellt, die Umsetzung ist bis Sommer 2026 geplant.
Mit diesem Maßnahmenpaket will die Bundesregierung Österreich wieder auf einen nachhaltigen Wachstumspfad führen und die Wettbewerbsfähigkeit des Landes langfristig stärken.