In Österreich wurden im Jahr 2025 insgesamt rund 14.000 Personen abgeschoben. Die zuständigen Behörden erklärten, dass eine harte und zugleich gerechte Asylpolitik weiterhin konsequent umgesetzt werde.
Nach Angaben des österreichischen Innenministeriums wurden im Jahr 2025 durch das Bundesamt für Fremdenwesen und Asyl (BFA) insgesamt 14.156 Menschen außer Landes gebracht. Diese Zahl entspricht einem Durchschnitt von rund 40 Personen pro Tag und stellt den höchsten jemals verzeichneten Wert dar.
Innenminister Gerhard Karner betonte in einer Stellungnahme, dass ein Asylsystem nur dann funktionieren könne, wenn es streng, konsequent und gerecht angewendet werde. Dabei gelte eine Null-Toleranz-Politik gegenüber Missbrauch, während Straftäter entschlossen abgeschoben werden müssten.
Deutlicher Rückgang bei Asylanträgen
Gemessen an der Bevölkerungszahl ist Österreich bei den Asylanträgen europaweit auf Platz zwölf zurückgefallen.
Im Jahr 2025 wurden 16.284 Asylanträge gestellt. Das entspricht einem Rückgang von 36 Prozent gegenüber dem Jahr 2024 und markiert den niedrigsten Stand seit 2020.
Besonders deutlich fiel der Rückgang bei den Erstanträgen aus. Im Jahr 2025 wurden lediglich 6.849 erstmalige Asylanträge registriert. Der Großteil der übrigen Anträge entfiel auf neugeborene Kinder sowie auf Personen, die bereits zuvor über einen subsidiären Schutzstatus verfügten.
Familiennachzug nahezu zum Stillstand gekommen
Laut Behördenangaben spielte auch der Stopp des Familiennachzugs eine zentrale Rolle beim Rückgang der Asylanträge.
Während im Zeitraum Oktober bis Dezember 2023 noch mehr als 3.400 Personen im Rahmen des Familiennachzugs nach Österreich einreisten, waren es im gleichen Zeitraum des Jahres 2025 lediglich 25 Personen.
Zwangsweise und freiwillige Rückführungen
Von den insgesamt abgeschobenen Personen wurden 6.801 Menschen (48 Prozent) zwangsweise außer Landes gebracht. Nach Angaben der Behörden war nahezu jede zweite abgeschobene Person rechtskräftig verurteilt.
Weitere 7.355 Personen (52 Prozent) verließen Österreich freiwillig und eigenständig.
Vertreter des BFA erklärten, dass diese Entwicklung das Ergebnis langjährig umgesetzter, strenger Maßnahmen sei. An der aktuellen Linie der Asylpolitik werde weiterhin mit voller Konsequenz festgehalten.
